Häufige Fragen von Bergbauernfamilien

 

Was ist ein Freiwilligeneinsatz bei Caritas-Bergeinsatz?

Ein solidarisches Engagement zugunsten Bergbauernfamilien im Schweizer Berggebiet. Freiwillige unterstützen mit ihrer unentgeltlichen Arbeitskraft Bergbauernfamilien bei der täglichen Arbeit.

Wer kann Freiwillige beantragen?

Bergbauernfamilien, die sich in einer belastenden Situation befinden und im Schweizer Berggebiet (Bergzone 1-4) und/oder Sömmerungsgebiet leben.

Für welche Aufwände muss die Bauernfamilie bei einem Freiwilligeneinsatz aufkommen?

Die Freiwilligen arbeiten unentgeltlich. Sie erhalten von der Bauernfamilie als Gegenleistung Verpflegung und Unterkunft. Die An- und Rückreise bezahlen die Freiwilligen selber.

Wie viel kostet die Vermittlung von Freiwilligen?

190 Franken (exkl. Mehrwertsteuer). Caritas-Bergeinsatz stellt dafür Ende Jahr Rechnung. Falls es zu keiner Vermittlung von Freiwilligen kommt, wird keine Rechnung gestellt.

Wie lange dauert es, bis eine Anfrage bearbeitet ist?

Sobald das vollständig ausgefüllte Gesuch bei Caritas-Bergeinsatz eintrifft, bearbeiten die Projektverantwortlichen Ihre Anfrage innerhalb von zwei Wochen. Das weitere Vorgehen und den ungefähren Zeitpunkt der Aufschaltung auf unserer Website wird dann direkt mit der Bauernfamilie besprochen.

Bei Notfällen suchen wir schnelle und individuelle Lösungen.

Wie funktioniert das Gesuchsverfahren?

• Füllen Sie das Gesuch für Bergeinsätze vollständig aus und senden Sie es unterzeichnet per Post an Caritas-Bergeinsatz.
• Bitte lesen Sie die Richtlinien für Bergbauernfamilien.
• Bei akuten Notsituationen ist eine telefonische Erstabklärung möglich.
• Nach Eingang des Gesuchs wird dieses auf seine Vollständigkeit geprüft und telefonisch oder vor Ort Rücksprache mit Ihnen genommen.
• Bei positivem Entscheid wird der anonymisierte Beschrieb des Einsatzortes und die gewünschten Einsatzwochen auf der Webseite aufgeschaltet.

Was geschieht, nachdem der Einsatzbetrieb online gestellt wird?

Der Einsatzbetrieb ist nun für die Freiwilligen sichtbar. Sobald sich jemand für eine oder mehrere Wochen anmeldet, wird ein automatisch generiertes Bestätigungs-Email mit allen wichtigen Informationen an den/die Freiwillige/n und als Kopie an die Bauernfamilie verschickt. Danach ist die gebuchte Woche im Internet rot markiert und nicht mehr buchbar. Die Freiwilligen setzen sich nach der Anmeldung telefonisch mit der Familie in Verbindung, um Fragen zur Anreise, Unterkunft, vorgesehenen Arbeiten und evtl. zur Wochenendregelung direkt mit der Bauernfamilie zu klären.

Ist der Persönlichkeitsschutz der Bauernfamilien gewährleistet?

Ja, die auf der Webseite aufgeschalteten Beschreibungen der Einsatzorte sind anonymisiert und die Lage des Betriebs wird nur nach Region erwähnt.

Ist eine Unfallversicherung nötig, wenn Freiwillige auf dem Betrieb beschäftigt werden?

Ja, in der Schweiz ist eine Unfallversicherung für alle Angestellten inkl. der freiwilligen Einsatzleistenden gemäss Unfallversicherungsgesetz UVG obligatorisch. Daher empfehlen wir allen Bauernfamilien dringend eine Globalversicherung für den Einsatz familienfremder Personen abzuschliessen.
Lesen Sie unsere Hinweise in den Richtlinien.

Ist eine Haftpflichtversicherung nötig, wenn Freiwillige auf dem Betrieb beschäftigt werden?

Ja, der Landwirtschaftsbetrieb muss über eine Landwirtschafts-Haftpflichtpolice für die Abdeckung von Drittschäden durch den Betrieb verfügen. Caritas-Bergeinsatz haftet in keiner Weise für Schäden im Zusammenhang mit Freiwilligeneinsätzen.

Wie viele Wochen Freiwilligenhilfe kann beantragt werden?

Als Richtgrösse werden pro Jahr während 16 Wochen Freiwillige vermittelt. Den notwendigen Bedarf klären die Projektverantwortlichen von Caritas-Bergeinsatz jedoch mit den Bauernfamilien individuell und der Notwendigkeit entsprechend ab. So sind auch weniger oder zusätzliche Wochen möglich.

Für welche Arbeiten können Freiwillige eingesetzt werden?

Freiwillige helfen den Bauernfamilien, die anfallende Arbeit leichter zu bewältigen. Sie sind keine Betriebshelfer, unterstützen die Familien jedoch so gut wie möglich in ihrem Arbeitsalltag. Sie haben in der Regel keine Erfahrung in der Berglandwirtschaft und sind die körperliche Arbeit meist nicht gewohnt. Entsprechend sollen Arbeiten ausgesucht werden, welche für Laien machbar und ungefährlich sind. Zudem soll Sinn und Zweck der Arbeiten für die Freiwilligen nachvollziehbar sein.

Woher kommen die Freiwilligen und wie alt sind sie?

Die meisten Freiwilligen kommen aus der Schweiz und leben in städtischen Regionen. Ungefähr ein Drittel der Freiwilligen stammen aus den angrenzenden EU-Staaten, vornehmlich aus Deutschland. Die Freiwilligen sind zwischen 18 und 70 Jahre alt und kommen aus den unterschiedlichsten Berufsbranchen mit verschiedensten Fähigkeiten.

Was kann die Bauernfamilie beitragen, damit sich möglichst viele Freiwillige anmelden?

Melden Sie sich frühzeitig. Je länger die Einsatzbeschreibung auf unserer Website aufgeschaltet ist, umso grösser ist die Chance, dass sich Freiwillige anmelden.
Gute Digitalbilder von der Familie, dem Hof, den Tieren und der Umgebung machen den Einsatzort zudem konkreter und attraktiver.

Für wie viele Wochen melden sich Freiwillige normalerweise an?

Freiwillige haben die Möglichkeit, sich für eine oder mehrere Wochen oder auch für die ganze Einsatzzeit anzumelden. Die meisten Freiwilligen melden sich jedoch für eine Woche an. Wie viele Freiwillige sich bei Ihnen für welchen Zeitraum anmelden werden, kann nicht vorausgesagt werden.

Wie viele Wochen kann sich ein/e Freiwillige/r beim gleichen Einsatzort maximal anmelden?

Generell gilt: so viele Wochen, wie aufgeschaltet sind. Es ist also möglich, dass sich eine Person für die ganze Saison anmeldet. Damit der mehrwöchige Einsatz klappt und rechtens ist, sollte die Bauernfamilie folgendes beachten:
1. Die telefonische Erstabklärung mit der/dem Freiwilligen. Klären Sie die Beweggründe, Vorstellungen und Rahmenbedingungen der/des Freiwilligen.
2. AHV-Beiträge ab dem 69. Einsatztag abrechnen. Freiwilligenarbeit untersteht in der Schweiz der Erwerbstätigkeit und wird mit CHF 33.00 pro Tag für Kost und Logis berechnet. Beachten Sie dazu unsere Hinweise in den Richtlinien für Bauernfamilien.

Kann der Einsatz abgebrochen werden, falls es Probleme gibt?

Ja. Falls es Probleme während des Bergeinsatzes gibt, zögern Sie nicht, diese direkt mit den Freiwilligen zu besprechen. Treten unüberbrückbare Schwierigkeiten während des Einsatzes auf, sind sowohl Freiwillige wie auch die Bauernfamilie berechtigt, den Einsatz frühzeitig zu beenden. In jedem Fall ist Caritas-Bergeinsatz über den Abbruch zu informieren.

Können wir bereits gebuchte Wochen bei Caritas-Bergeinsatz absagen?

Nein. Grundsätzlich gilt: Die von Ihnen im Gesuch angegebenen Wochen sind verpflichtend. Dies gilt insbesondere, wenn sich bereits Freiwillige angemeldet haben. Die Freiwilligen und Caritas-Bergeinsatz zählen darauf, dass in den angegebenen Wochen sowohl Arbeit wie auch Platz vorhanden sind. Bitte klären Sie sorgfältig ab, ob dies auch möglich ist.

Müssen wir für Freiwillige AHV-Beiträge zahlen?

AHV-Beiträge müssen ab dem 69. Einsatztag abgerechnet werden, wenn diese Tage von ein und derselben Person geleistet wurden.
Entnehmen Sie Details zur AHV-Abrechnung den Richtlinien.

Müssen wir den Freiwilligen die Reisekosten zahlen?

Nein. Die Organisation und die Kosten der An- und Rückreise liegen in der Verantwortung der freiwilligen Helferinnen und Helfer.

Warum müssen wir jedes Jahr ein neues Gesuch stellen?

Die Ausschreibung erfolgt aufgrund der jeweils aktuellen Situation der Bauernfamilie. Diese wird jährlich neu eingeschätzt, damit Caritas-Bergeinsatz die Freiwilligen zu jenen Bauernfamilien vermittelt, welche die dringendste und/oder notwendigste Unterstützung benötigen.