Häufige Fragen von Freiwilligen

 

Was ist ein Freiwilligeneinsatz bei Caritas-Bergeinsatz?

Ein Caritas-Bergeinsatz ist ein solidarisches Engagement zugunsten Bergbauernfamilien im Schweizer Berggebiet. Freiwillige unterstützen mit ihrer unentgeltlichen Arbeitskraft Bergbauernfamilien bei der täglichen Arbeit. Der Freiwilligeneinsatz ist ein Arbeitseinsatz und kein Urlaub.

An welche Bauern vermittelt Caritas-Bergeinsatz Freiwillige?

Caritas-Bergeinsatz hilft Bergbauernfamilien, die sich in einer stark belastenden Arbeits- oder Lebenssituation befinden. Die Betriebe liegen in der Bergzone 1-4 oder sind Sömmerungsbetriebe.

Wer kann einen Freiwilligeneinsatz bei Caritas-Bergeinsatz leisten?

Freiwillige müssen zwischen 18 und 70 Jahre alt und körperlich sowie geistig fit sein, um einen Caritas-Bergeinsatz leisten zu können. Eine weitere Voraussetzung ist die Motivation, eine Bergbauernfamilie während einer strengen Zeit tatkräftig zu unterstützen.

Ich will Hilfe leisten. Wie melde ich mich an?

Auf der Übersichtsseite finden Sie alle Bergbauernfamilien, die auf Hilfe angewiesen sind. Mit der Filterfunktion können Sie gewünschte Kriterien eingrenzen. Nachdem Sie eine passende Familie gefunden haben, melden Sie sich direkt über die Detailseite an. Ihre Anmeldung ist verbindlich. Sie erhalten umgehend eine Anmeldebestätigung per E-Mail, welche die Bauernfamilie gleichzeitig als Kopie erhält. Darin sind die Kontaktdaten der Bauernfamilie und Ihre Anmeldeinformationen enthalten. Melden Sie sich umgehend telefonisch bei der Bauernfamilie, um Anreise, Treffpunkt und weitere Details zu klären.

Wieso sind in der Winter- und Frühlingszeit weniger Angebote von Bauernfamilien online gestellt?

Die intensivste Arbeitszeit in der Berglandwirtschaft ist der Sommer. Darum ist besonders in dieser Periode Hilfe nötig – z.B. wenn die Bäuerin oder der Bauer aufgrund von Krankheit oder Unfall ausfällt. Auch in den kälteren Monaten gibt es Einsatzmöglichkeiten, jedoch weniger und meistens akute Notsituationen. Die Einsatzfamilien für den kommenden Sommer/Herbst werden ab dem Frühling kontinuierlich aufgeschaltet. Bitte besuchen Sie regelmässig die Übersichtsseite und filtern Sie die Einsatzmöglichkeiten nach Ihren Wunschkriterien.

Werde ich für meinen Einsatz finanziell entschädigt?

Nein. Ein Freiwilligeneinsatz ist unentgeltlich, jedoch wird Ihnen während des Einsatzes Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung gestellt.

Wie lange dauert ein Bergeinsatz?

Ein Einsatz dauert mindestens fünf Arbeitstage (Montag – Freitag), beginnt im Normalfall mit der Anreise am Montag und endet mit der Abreise am Freitagabend. Bei Bedarf kann eine Anreise am Sonntagabend und/oder eine eventuelle Abreise am Samstag mit der Bauernfamilie individuell vereinbart werden.

Viele Bauernfamilien sind froh, wenn der/die Freiwillige für zwei Wochen mithelfen kann. Die Einarbeitung von Freiwilligen in die Arbeitsabläufe bedeutet nämlich einen wiederholten Aufwand für die Bauernfamilie.

Ich will über mehrere Wochen oder Monate Hilfe leisten. Ist das möglich?

Ja. Grundsätzlich gilt: Sie können die Bauernfamilien so lange unterstützen, wie es Ihnen möglich ist und entsprechende Einsatzwochen ausgeschrieben sind. Jedoch gibt es hierbei einiges zu beachten:
• Ein mehrwöchiger Einsatz ist nicht nur verbindlich, sondern die Bauernfamilie zählt während diesen Wochen auf Sie als Arbeitskraft. Sollten Sie nicht anreisen können oder müssen den Bergeinsatz abbrechen, steht die Familie die folgenden Wochen ohne Hilfe da.
• Ein Bergeinsatz ist immer mit körperlicher Arbeit verbunden. Seien Sie sich bewusst, dass bereits einige Arbeitstage auf dem Bauernbetrieb sehr streng sein können, wenn Sie körperlich anstrengende Arbeiten nicht gewohnt sind. Zudem sind die Arbeitstage in der Landwirtschaft oftmals länger als reguläre Arbeitszeiten.
• Seien Sie sich im Vorfeld über Ihre Gründe für einen Bergeinsatz bewusst. Prüfen Sie Ihre Interessen und Vorstellungen mit den Informationen über die Bauernfamilie. Melden Sie sich nur an einem Einsatzort an, bei welchem Sie mit Ihren Fähigkeiten Unterstützung leisten können.
• Für Bürger/innen eines EU25-Staates bewilligt die gesetzliche Regelung eine Erwerbstätigkeit (und dazu zählt auch Freiwilligenarbeit) während maximal drei Monaten.
• Bei Unsicherheit nehmen Sie vorgängig mit uns Kontakt auf.

Kann ich einen Einsatz leisten, der kürzer ist als eine Woche?

Nein. Ein Einsatz dauert mindestens fünf Arbeitstage (Montag – Freitag) und beginnt im Normalfall mit der Anreise am Montag und endet mit der Abreise am Freitagabend. Bei Bedarf kann eine Anreise am Sonntagabend und/oder eine eventuelle Abreise am Samstag mit der Bauernfamilie individuell vereinbart werden.
Bitte besprechen Sie die Details zu Ihrer An- und Abreise direkt mit der Bauernfamilie.

Muss ich für die Reisekosten selbst aufkommen?

Ja. Sowohl die Organisation wie auch die Bezahlung der Reisekosten liegen in der Verantwortung der Freiwilligen.

Wie lang sind die Arbeitstage in einem Freiwilligeneinsatz?

Dies ist abhängig von Saison, Wetter und Betrieb. Bedenken Sie, dass Arbeitstage in der Landwirtschaft oftmals länger sind als reguläre Arbeitszeiten. Vor allem in der Heusaison und bei schönem Wetter wird am Abend länger gearbeitet.

Kann ich mich provisorisch für einen Bergeinsatz anmelden?

Nein. Eine Anmeldung für einen Freiwilligeneinsatz ist verbindlich. Die Bauernfamilie rechnet nach erfolgter Anmeldung mit Ihrer Unterstützung.

Kann ich die Kontaktdaten der Bauernfamilie bereits vor einer Anmeldung erhalten?

Nein. Aus Datenschutzgründen und zur Entlastung der Bauernfamilien erhalten Sie die Kontaktdaten erst nach der verbindlichen Anmeldung. Details zu den Einsätzen können Sie den entsprechenden Beschrieben entnehmen.

Ich interessiere mich für einen bestimmten Einsatzort, die gewünschten Wochen sind jedoch bereits besetzt. Besteht eine Möglichkeit, mich trotzdem anmelden zu können?

Nein. Ist eine bestimmte Woche bereits besetzt, kann keine Anmeldung mehr für den gewünschten Zeitraum vorgenommen werden. Suchen Sie mit Hilfe der Filterfunktion eine andere Familie, die zum gewünschten Zeitpunkt noch keine Freiwilligen hat.

Welche Ausrüstung brauche ich für einen Freiwilligeneinsatz?

Gutes Schuhwerk, Sonnenschutz, warme Kleider, Wechselkleider, Regenschutzbekleidung, Hausschuhe und ein Tagesrucksack sollten Sie bei einem Freiwilligeneinsatz mit dabei haben.

Kann ich mich von einem gebuchten Freiwilligeneinsatz abmelden?

Nur im Notfall. Ihre Anmeldung ist verbindlich und die Bauernfamilie zählt während dieser Zeit auf Sie als Arbeitskraft. Sollten Sie aus triftigen Gründen nicht anreisen können, steht die Familie die folgenden Tage bzw. Wochen ohne Hilfe da. Zudem bedeutet jede Abmeldung administrative Aufwände.
Falls Sie Ihren Freiwilligeneinsatz aus unvorhergesehenen, wichtigen Gründen nicht antreten können, informieren Sie bitte umgehend die Bauernfamilie und Caritas-Bergeinsatz.

Ist eine Anmeldung für Personen unter 18 Jahren möglich?

Nein. Unser Angebot richtet sich an 18 – 70 Jahre alte Personen.

Kann ich auch als Bürgerin oder Bürger eines EU-Mitgliedstaates einen Einsatz bei Caritas-Bergeinsatz machen?

Ja. Staatsangehörige der EU 17, EU 8 und EFTA-Staaten können aufgrund des Personen-Freizügigkeitsabkommens einen Einsatz leisten. Dieses Abkommen ermöglicht die Ausübung einer Erwerbstätigkeit (und dazu zählt auch Freiwilligenarbeit) von höchstens drei Monaten oder 90 Tagen innerhalb eines Kalenderjahres gestützt auf ein einfaches Meldeverfahren. Es braucht daher keine besondere Bewilligung. Bei Einsätzen über 3 Wochen übernimmt Caritas-Bergeinsatz die Meldepflicht an die Behörden.

Kann ich meine Kinder mitnehmen?

Nein. Sie können Ihre minderjährigen Kinder aus organisatorischen, rechtlichen und sicherheitstechnischen Gründen nicht in den Einsatz mitnehmen.

Darf ich meinen Hund mitnehmen?

Nein. Hunde dürfen aus organisatorischen Gründen nicht in den Einsatz mitgenommen werden.

Sind für einen Freiwilligeneinsatz Deutschkenntnisse (bzw. Französischkenntnisse bei einem Bergeinsatz in der Westschweiz) notwendig?

Ja. Für die Einsätze von Caritas-Bergeinsatz ist es zwingend notwendig, dass Sie die Sprache des Einsatzortes beherrschen. Sonst kann die Bauernfamilie Sie nicht in die Arbeit einweisen. Auch ein gemeinsamer Austausch und das Zusammenleben würden dadurch erschwert.

Bin ich während eines Einsatzes im Fall von Krankheit und Unfall versichert?

Die Versicherung für Krankheit und Unfall ist in der Schweiz obligatorisch und liegt in der Verantwortung der Freiwilligen. Gesundheitsschützende Massnahmen (gegen Allergien), Impfungen (Tetanus) und weitere medizinische Fragen sind mit Ihrem Arzt vor Einsatzbeginn zu klären.
In der Schweiz müssen Freiwillige aus der EU die europäische Krankenversicherungskarte mit sich führen, damit sie nötigenfalls behandelt werden können.

Erhalte ich für meinen Freiwilligeneinsatz einen Nachweis für soziales Engagement?

Ja. Nach dem geleisteten Einsatz erhalten Sie per E-Mail einen Link zu einem elektronischen Fragebogen. Darin ist die Frage nach dem Nachweis aufgeführt. Falls Sie dies wünschen, stellen wir Ihnen einen Nachweis für soziales Engagement kostenlos per Post zu.